01Wie voll ist Cres im Laufe des Jahres?

Cres ist die flächenmäßig größte Insel Kroatiens, hat aber nur wenige Einwohner. Sie besitzt eine Hauptstadt, die ebenfalls Cres heißt, dazu einige verstreute alte Dörfer. Große Ferienanlagen und das Nachtleben von Hvar oder Dubrovnik gibt es hier nicht. Selbst in der Hochsaison ist Cres weniger überlaufen als die dalmatinischen Inseln. Der Andrang konzentriert sich dennoch auf wenige Orte: den Hafen der Stadt Cres, die Fährhäfen und die am leichtesten erreichbaren Strände.

Die Nachfrage kommt vor allem von Wochenendgästen aus Italien, Slowenien und dem Hinterland Kroatiens sowie von Sommerurlaubern und Seglern. Deshalb können Wochenenden auch in den Zwischensaisons voller wirken als Werktage.

02Besucherandrang nach Monaten

Januar bis März: Fast leer

Die Insel ist sehr ruhig. Viele Restaurants, Ferienwohnungen und Bootstouren sind geschlossen, und die Fähren fahren nach einem reduzierten Fahrplan. Das ist kein Problem des Andrangs, sondern eines des fehlenden Angebots.

April: Ruhig, mit einer Ausnahme

Der Andrang ist gering, und die Stadt wirkt ruhig. Das Osterwochenende bildet die Ausnahme, wenn Kurzurlauber aus den Nachbarländern anreisen. Anfang des Monats ist das Angebot noch eingeschränkt.

Mai: Ruhig, dann allmählich voller

Der Mai gehört zu den besten Monaten, um Menschenmassen zu entgehen, bei weitgehend verfügbarem Angebot. Feiertagswochenenden (1. Mai, Christi Himmelfahrt und Pfingstwochenenden in den Nachbarländern) bringen kurze Spitzen. Besuche unter der Woche bleiben angenehm ruhig.

Juni: Der ruhigste Monat der Hauptsaison

Der Juni ist der stillste der Hochsaisonmonate. Die Fähren wechseln auf den Sommerfahrplan, und die großen Strände füllen sich nur mäßig. In der letzten Juniwoche wird es spürbar voller, wenn die Schulen schließen.

Juli: Hoch

Ab dem ersten Wochenende nimmt der Andrang zu. Die Hafenrestaurants in der Stadt Cres brauchen abends eine Reservierung, und an Freitagen und Samstagen bilden sich Schlangen vor den Fähren. Veranstaltungen wie die Musikabende in Lubenice locken zusätzliche Besucher in das Dorf auf dem Felsvorsprung.

August: Höhepunkt

Der August ist der volle Monat schlechthin, der Höhepunkt liegt um den 15. August (Mariä Himmelfahrt, ein Feiertag in Kroatien). Man muss mit vollen Häfen, überfüllten Parkplätzen an den Stadtstränden und langen Wartezeiten an den Fähren rechnen. Wer sich am Andrang stört, sollte diese Woche meiden.

September: Mäßig, dann weniger werdend

Die erste Woche bringt noch Spätsommergäste. Danach lässt der Andrang schnell nach, das Meer ist warm, und die meisten Betriebe bleiben geöffnet. Die zweite Septemberhälfte ist das ausgewogenste Zeitfenster des Jahres.

Oktober bis Dezember

Der Andrang ist sehr gering. Fährverbindungen und Hotels beginnen im Oktober zu schließen, im Winter sinkt die Zahl der täglichen Überfahrten. Wer Ruhe sucht und mit einer begrenzten Auswahl zurechtkommt, findet sie hier.

03Fährverkehr: Der eigentliche Engpass

Zwei Autofähren der Reederei Jadrolinija verbinden Cres mit dem Festland. Die Strecke Brestova–Porozina dauert etwa 20 Minuten, die Strecke Valbiska–Merag etwa 25 Minuten. Im Sommer gibt es auf manchen Routen bis zu rund zehn Überfahrten am Tag, auf der Linie Valbiska–Merag sogar 12 bis 13. Außerhalb der Saison sind es 4 bis 6 Überfahrten.

An Spitzentagen stauen sich die Fahrzeuge auf der Festlandseite. Man sollte früh ankommen und im Juli und August Ankünfte und Abfahrten am Freitagnachmittag und Sonntagabend meiden. Busse in die Stadt Cres haben den Fährpreis im Ticket inbegriffen, sodass man mit dem Auto nicht in der Schlange warten muss.

04Lokale Tipps, um dem Andrang zu entgehen

  • Unter der Woche reisen. Wochenendgäste aus Italien, Slowenien und dem Hinterland Kroatiens füllen die Insel von Freitag bis Sonntag, auch im Mai und September.
  • Die ruhige Seite der Insel nutzen. Der Strand Mali Bok bei Orlec ist nur über einen steilen Abstieg erreichbar, wodurch er auch im Sommer kaum besucht wird.
  • Lubenice am Vormittag besuchen. Das Dorf auf dem Hügel ist vor dem Mittag und außerhalb der abendlichen Konzertnächte am angenehmsten.
  • Je nach Anreiserichtung Porozina oder Merag wählen. Wenn eine Fährschlange lang ist, hat die andere Route oft kürzere Wartezeiten, je nachdem, woher man kommt.
  • Im Juli und August früh essen oder im Voraus buchen. Abendessen am Hafen in der Stadt Cres sind meist schon gegen 20:00 Uhr ausgebucht.

05Das Fazit

Wer Menschenmassen unbedingt vermeiden will, sollte den Zeitraum vom 1.–20. August ganz meiden. Der beste Kompromiss sind Ende Mai bis Mitte Juni oder der 10.–30. September. In beiden Zeiträumen sind die Angebote geöffnet, die Fähren fahren regelmäßig und die Strände sind nicht überfüllt.