01Mythos 1: Cres ist eine Partyinsel
Die Realität: Auf Cres gibt es keine Clubszene. Die Stadt Cres hat einen Hafen, ein paar Bars und Restaurants sowie ein Zentrum aus venezianischer Zeit. Abende verbringt man beim Essen und bei einem Spaziergang an der Uferpromenade. Der größte Teil der Insel besteht aus Wald, Weideland und kleinen Weilern.
Bessere Alternative: Plane Cres als Ziel für langsames Reisen und Natur ein. Wenn dir das Nachtleben wichtig ist, passen Hvar oder Novalja auf Pag deutlich besser. Cres eignet sich für Wanderer, Segler, Radfahrer und Paare.
02Mythos 2: Die Strände sind der Hauptgrund für einen Besuch
Die Realität: Die meisten Strände auf Cres sind Kiesstrände, Felsplatten oder Betonplattformen. Das Wasser ist sehr klar, Sand gibt es aber kaum. Die bekannteste ruhige Stelle ist Sveti Ivan unterhalb des auf einem Hügel gelegenen Dorfes Lubenice. Der Fußweg vom Dorf dauert etwa 40 Minuten, und es gibt dort keine Einrichtungen, also Wasser und Proviant mitnehmen. Ein Boot ab Cres-Stadt kostet hin und zurück etwa €20-30.
Bessere Alternative: Pack Wasserschuhe ein und betrachte das Schwimmen als Bonus. Die eigentlichen Highlights sind der Blick vom Hügel in Lubenice, das Wandergebiet Tramontana und die karge, raue Landschaft.
03Mythos 3: Man kommt problemlos ohne Auto aus
Die Realität: Die Insel ist etwa 60 km lang, und die Linienbusse zwischen Cres-Stadt, Beli und Lubenice fahren nur wenige Male am Tag. Die Fahrpreise sind niedrig (etwa €2-5), doch der Fahrplan begrenzt, was man an einem Tag schaffen kann. Die Mietpreise in Cres-Stadt liegen bei etwa €10/Tag für ein Fahrrad, €25 für einen Roller und €30-50 für ein Auto.
Bessere Alternative: Miete ein Fahrzeug auf der Insel oder wohne in Cres-Stadt und unternimm von dort Tagesausflüge. Wer das eigene Auto mitbringt, zahlt für die Fähre: 2026 kostet die Strecke Brestova–Porozina (etwa 20 Minuten) ebenso wie die Strecke Valbiska–Merag (etwa 25 Minuten) €4.40 pro erwachsene Person zu Fuß, €2.20 pro Kind von 3 bis 12 Jahren und €20.70 für ein Auto bis 5 m.
Insider-Perspektive: Die Fähren fahren mehrmals täglich, im Sommer mit zusätzlichen Abfahrten. Im Juli und August bilden sich an den Wochenenden in Brestova und Valbiska Autoschlangen. Wer vor 10:00 Uhr oder nach 18:00 Uhr ankommt, umgeht die schlimmsten Wartezeiten.
04Mythos 4: Der Sommerandrang macht einen Besuch unmöglich
Die Realität: Die Stadt Cres und der HauptHafen werden im Juli und August voll, aber das Inselinnere und der Süden bleiben auch dann ruhig. Im Vergleich zu Dubrovnik, Split oder Hvar ist Cres in der Hochsaison entspannt.
Bessere Alternative: Reise Ende Mai, im Juni oder im September. Das Meer ist dann warm genug zum Schwimmen, die Fähren sind weniger voll und die Unterkünfte günstiger.
Insider-Perspektive: Kombiniere Cres mit Lošinj im Süden. Die beiden Inseln sind bei Osor durch eine Brücke verbunden, sodass ein Auto für beide reicht.
05Fazit: Wer hinfahren sollte und wer lieber nicht
Hin fahren solltest du, wenn du Wanderungen, ruhige Buchten, eine wenig überlaufene Insel und einen Fährpreis suchst, der das Budget nicht sprengt. Eine Hin- und Rückfahrt mit Auto kostet etwa €41.40 Fährgebühren für das Fahrzeug, der Transport ist also nicht der größte Posten. In Juli und August ist die Unterkunft die größere Ausgabe. Lass Cres aus, wenn dir Sandstrände, Nachtleben oder Sightseeing ohne Auto wichtig sind. Für alle anderen lohnt sich Cres, besonders außerhalb der Hochsaisonwochen.
