01Was sind die besten Aktivitäten in Nin?
Nin liegt auf einer kleinen Insel in einer flachen Lagune, 15 km nördlich von Zadar, und ist über zwei Steinbrücken mit dem Festland verbunden. Der Ort gilt als die älteste königliche Stadt Kroatiens. Etwa 3.000 Menschen leben hier, und das historische Zentrum ist so klein, dass man es in rund 90 Minuten zu Fuß erkunden kann. Die Hauptattraktionen sind ein Sandstrand, eine winzige mittelalterliche Kirche, eine noch aktive Saline und einige Denkmäler in der Altstadt.
02Königinnenstrand (Kraljičina plaža)
Der Königinnenstrand ist die bekannteste Attraktion und der wichtigste Grund, warum die meisten Besucher kommen. Es handelt sich um einen langen Sandstrand an der Lagune von Nin, und Sandstrände sind in Kroatien selten, denn die meisten Küsten sind steinig oder felsig. Das Wasser bleibt über viele Meter flach, was den Strand zu einer sicheren Wahl für kleine Kinder und wenig geübte Schwimmer macht. Der Blick über die Lagune reicht bis zum Velebit-Gebirge.
Praktische Informationen
- Entfernung zur Altstadt: etwa 2 km, ein ebener Spaziergang von rund 20 Minuten.
- Der Eintritt ist kostenlos. In der Hochsaison sollte man für einen Liegestuhl mit Sonnenschirm etwa €10–20 einplanen, an den belebtesten Strandbars auch mehr.
- Umkleiden, Toiletten und Verleih von Ausrüstung sind vorhanden.
- Der Zugang führt über einen kurzen Abschnitt mit flachem Wasser, daher sind Wasserschuhe hilfreich.
Schlammbad am Königinnenstrand
Die Lagune hat natürliche Vorkommen von Peloidschlamm, der vor Ort bei Haut- und Gelenkbeschwerden verwendet wird. Die Schlammbecken können kostenlos genutzt werden. Üblich ist es, die Haut einzureiben, 10–15 Minuten in der Sonne trocknen zu lassen und dann im Meer abzuspülen. Kostenlose Toiletten befinden sich in der Nähe des Schlammbereichs.
Meine Empfehlung: Der Königinnenstrand ist an Wochentagen morgens im Juni oder September am schönsten. Im Juli und August sind die Parkplätze am späten Vormittag voll, und das flache Wasser erwärmt sich schnell. Wer früh kommt, hat deutlich mehr davon.
03Kirche zum Heiligen Kreuz (Crkva sv. Križa)
Die Kirche zum Heiligen Kreuz ist das wichtigste Baudenkmal in Nin und wird oft als kleinste Kathedrale der Welt bezeichnet. Das vorromanische Gebäude stammt aus dem 9. Jahrhundert und entstand, als Nin Bischofssitz war. Ihre Ausrichtung funktioniert wie ein Sonnenkalender und markiert die Tagundnachtgleichen und Sonnenwenden.
Die Außenansicht ist kostenlos, das Innere ist selten geöffnet. Man sollte 15–20 Minuten einplanen. Der Besuch am späten Nachmittag lohnt sich, wenn das Licht auf dem Stein weicher ist und die Reisegruppen meist schon weg sind.
04Salinen von Solana Nin und Salzmuseum
In Nin wird seit der Römerzeit Salz gewonnen, und die Saline erntet es bis heute nur mithilfe von Sonne, Meer und Wind. Das Besucherzentrum Solana Nin befindet sich in der Ilirska cesta 7 und verfügt über ein kleines Museum und einen Shop. Auf dem Gelände gibt es kostenlose Parkplätze.
- Museumseintritt: etwa €6.
- Museum plus geführte Tour durch die Salinen: insgesamt etwa €10. Die Tour lohnt den Aufpreis, da das Museum allein recht klein ist.
- Im Shop wird die Salzblume (Fleur de Sel) verkauft, die dünne oberste Kristallschicht, das beste essbare Souvenir aus Nin. Die Preise sind hier in der Regel niedriger als in den Geschäften in Zadar.
Die Erntesaison dauert den ganzen Sommer. Juli und August sind die besten Monate, um zu sehen, wie sich weiße Salzkristalle in den Becken bilden.
05Grgur-Ninski-Statue und Altstadt
Die Bronzestatue des Bischofs Grgur Ninski (Gregor von Nin), eines Verfechters der kroatischen Sprache im Gottesdienst im 10. Jahrhundert, ist das bekannteste Denkmal der Altstadt. Besucher reiben den großen Zeh der Statue für Glück, weshalb er blank poliert glänzt. Sie steht nahe dem Haupttor der Altstadt.
Die Altstadt ist kompakt. Rund um die Statue und die Kirche zum Heiligen Kreuz liegen die Überreste eines römischen Tempels, das Museum der Antiquitäten von Nin und der Schatz der Pfarrkirche mit Gold- und Silbergegenständen. Die Steinbrücken sollte man bei Ein- und Ausfahrt nutzen, denn die Mauern und das Wasser rund um die Insel vermitteln anschaulich, wie gut sich die Stadt einst verteidigen ließ.
Nikolauskirche
Die Nikolauskirche, ein kreuzförmiger Bau aus dem 11. bis 12. Jahrhundert, steht auf einem prähistorischen Grab, nur ein kurzes Stück außerhalb der Altstadt. Sie ist mit dem Fahrrad oder dem Auto schnell erreicht und lässt sich gut mit einem Besuch der Salinen verbinden.
06Kitesurfen, Windsurfen und Wassersport
Die Lagune von Nin ist flach und hat stetige Küstenwinde, weshalb sie zu den beliebtesten Spots in Dalmatien für Kitesurfen und Windsurfen zählt. Da man im Wasser stehen kann, sind Stürze für Anfänger wenig riskant. In der warmen Jahreszeit bieten Schulen und Verleihstationen entlang des Königinnenstrands ihre Dienste an.
- Kitesurfkurse: meist €60–100 pro Einheit, je nach Dauer und Gruppengröße.
- Windsurfen und SUP-Verleih: meist €10–20 pro Stunde.
- Der Wind frischt meist am Nachmittag auf. Daher eignen sich die Vormittage zum Schwimmen und die Nachmittage zum Kiten.
Auch Kajak fahren und Segeln sind in der ruhigen Lagune möglich.
07Markt von Nin und lokales Essen
In der Saison findet unter der Woche ein Markt in der Stadt statt, auf dem regionale Produkte, Honig, Olivenöl und handgefertigtes Kunsthandwerk verkauft werden. Salz, der Šokol aus Nin (eine lokale Rohwurst) und Souvenirs aus Salz sind die wichtigsten Mitbringsel.
08Vorschlag für einen Tagesplan
- Vormittag (8:30–11:30 Uhr): Königinnenstrand und Schlammbecken, bevor die Menschenmassen kommen.
- Mittag (11:30–13:00 Uhr): Mittagessen in der Altstadt, danach die Grgur-Ninski-Statue.
- Früher Nachmittag (13:30–15:00 Uhr): Kirche zum Heiligen Kreuz, die Überreste des römischen Tempels und das Antiquitätenmuseum.
- Später Nachmittag (15:30–17:00 Uhr): Salinen von Solana Nin, Führung und Shop.
09Praktische Tipps
- Anreise
- Nin liegt 20–30 Minuten mit dem Auto von Zadar entfernt. Von Zadar verkehren auch Linienbusse, doch mit dem Auto oder Fahrrad ist man flexibler.
- Parken
- Am besten außerhalb des Altstadtzentrums parken und zu Fuß hineingehen. Die Saline hat kostenlose Parkplätze.
- Beste Reisezeit
- Juni und September für angenehmes Baden, Juli und August für die Salzernte und Wassersport mit Wind.
- Insider-Tipp
- Saline und Strand lassen sich auf einer Fahrradtour über die flache Route rund um die Lagune verbinden. Das ist für die meisten Altersgruppen gut machbar.
- Bargeld
- Etwas Bargeld in Euro für kleine Strandkioske und Marktstände mitnehmen.



